Studie: Belastungen von Kindern, Jugendlichen und Eltern in der Corona-Pandemie

Wildblumen

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28. Juli 2021

Rund 13,7 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren lebten zu Anfang der Pandemie in Deutschland. Bei etwa 1,7 Millionen von ihnen hat sich die gesundheitsbezogene Lebensqualität infolge der Schulschließungen und anderer Pandemie-Folgen verschlechtert. Das ist das Ergebnis einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung.

Analysen weisen darauf hin, dass nach dem ersten Lockdown (Mai/Juni 2020) etwa 25 Prozent der Jugendlichen von 16 bis 19 Jahren eine deutliche depressive Symptomatik aufwiesen. Im Jahr vor der Pandemie betraf das noch 10 Prozent. 


Schulen offen halten


Nach einer Hochrechnung betrifft der Anstieg der depressiven Symptomatik rund 477.000 Jugendliche in dieser Altersgruppe. „Die Auswirkungen von Schulschließungen auf die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen sind offensichtlich gravierender als bisher angenommen. Davon sind jugendliche Mädchen und Jugendliche mit Migrationshintergrund häufiger betroffen“, erklärt Dr. Martin Bujard vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. „Das Offenhalten der Schulen sollte hohe Priorität haben, damit sich psychische Belastung und Lernrückstände nicht noch weiter verstärken können.“

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27. April 2022

Job-Ausschreibung: Studentische Projektassistenz (m/w/d)

Stiftung „Achtung!Kinderseele“: Wir suchen zum 1. Juni 2022 eine studentische Projektassistenz für unsere Geschäftsstelle in Hamburg.

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Weltgesundheitstag: Vorstandsmitglied Dr. Christa Schaff spricht im ZDF über unsere Arbeit

"Welche Auswirkungen hat das Aufwachsen in finanzieller Armut auf die Gesundheit?" Mit dieser Frage beschäftigte sich das ZDF-Magazin "Volle Kanne" zum Weltgesundheitstag am 7. April. Als Expertin dabei: unsere stellvertretende Vorsitzende Dr. Christa Schaff. In der Jugend-Arche in Hamburg-Jenfeld spricht sie über unser Kooperationsprojekt mit dem Kinderhilfswerk - und erläutert, dass der chronische Stress, den viele sozial benachteiligte Kinder fühlen, negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben kann.

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Einen symbolischen Scheck in Höhe von 5.000 Euro überreichte der Vorsitzende der Charlies Hosie Stiftung Rainer Hosie am 6. April an Prof. Dr. Hubertus Adam, Vorstandsmitglied der Stiftung „Achtung!Kinderseele“. Bei der Übergabe des Förderpreises würdigte Hosie die Arbeit der Stiftung „Achtung!Kinderseele“: „Die Corona-Pandemie zeigt mehr als deutlich, wie wichtig es ist, die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu fördern und dafür zu kämpfen, dass psychische Erkrankungen nicht mehr stigmatisiert werden."